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Achtsamkeit

Unter Achtsamkeit versteht man eine offene akzeptierende Haltung gegenüber allem, was man im Augenblick wahrnimmt. Zu den Wahrnehmungen können Gedanken, Phantasien, Erinnerungen, Gefühle, Sinneserfahrungen, körperliche Reaktionen und äußere Vorgänge gehören. Wir gehen an das, was wir erleben und spüren mit der Einstellung heran: „Ich bin neugierig auf alles, was kommt. Es ist in Ordnung.“ Oder „Aha, so fühlt sich Wut, Angst, etc. an.“ und nehmen gelassen wahr, was wir erleben. Dadurch werden wir ruhiger. Aus der Gelassenheit heraus können wir dann entscheiden, wie wir reagieren. Achtsamkeit verhilft uns auch, den Augenblick mehr zu genießen.

Achtsamkeitsübungen werden z.B. zum Stressabbau, zur Schmerzlinderung und in der Behandlung von Krebspatienten, Angststörungen, Depressionen und der Borderline-Persönlichkeitsstörung eingesetzt.

Allerdings benötigen wir Übung in der Achtsamkeit. Am Anfang werden wir die Erfahrung machen, dass wir abschweifen, uns mit Zukunft oder Vergangenheit beschäftigen, unsere Wahrnehmungen als gut oder schlecht bewerten, gegen unsere Gefühle ankämpfen, Gedanken unterbrechen, etc.

Ziel der Achtsamkeit ist es, seinen unterschiedlichen Erfahrungen gegenüber aufgeschlossen zu sein und sich selbst besser kennenzulernen.  Außerdem lernen wir, den Augenblick zu akzeptieren, wie er ist.  

Im Prinzip ist jede Gewohnheit der größte Feind der Achtsamkeit. Auch die Einstellung, möglichst viel gleichzeitig erledigen zu müssen, bringt uns weg vom bewussten Erleben.

Ein kleiner Schritt zu mehr Achtsamkeit

Nehmen Sie sich eine Alltagssituation vor - z.B. das Zähneputzen oder Eincremen. Achten Sie eine Woche lang jeden Tag genau darauf, wie Sie stehen, wie sich das im Mund oder auf der Haut anfühlt, wie Sie atmen, den Kopf halten, etc. Machen Sie sich Ihre Sinneswahrnehmungen bewusst, was empfinden Sie in diesem Augenblick?

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