Adrenalin ist ein Hormon der Nebenniere, das in Stresssituationen ins Blut ausgeschüttet wird. Es wird auch als Stresshormon bezeichnet. Adrenalin wird bei körperlicher und seelischer Belastung ausgeschüttet. Auch Bluthochdruck, Unterzuckerung, Alkohol, Kaffee, Tee, Schokolade und bestimmte Medikamente können die Adrenalinkonzentration im Körper erhöhen.
Wird Adrenalin ausgeschüttet, wird unser Körper aktiviert und zu Kampf oder Flucht bereit gemacht. Adrenalin hat massive Auswirkungen auf unseren gesamten Körper und bewirkt folgende Veränderungen:
- Der Blutdruck steigt an.
- Die Herzfrequenz steigert sich.
- Die Bronchien werden erweitert, sodass die Atmung leichter fällt.
- Fettreserven werden abgebaut, um schnell aktiv werden zu können.
- Die Magen-Darm-Tätigkeit wird eingestellt.
- Der Blutzuckerspiegel steigt an, um mehr Energie bereitzustellen.
- Die Schweißproduktion kann ansteigen.
- Die Pupillen erweitern sich.
- Die Speichelproduktion im Mund lässt nach.
Das Adrenalin wird nach kurzer Zeit wieder abgebaut. Dauert die Stressbelastung an, kommt es durch die andauernde erhöhte Adrenalin- und Noradrenalin-Ausschüttung zu dauerhaft erhöhtem Blutdruck und Überbelastung des Herzens. Unsere Abwehrkräfte lassen nach. Sport und Bewegung können helfen, das Adrenalin und die überschüssige Energie abzubauen.
Starke Gefühle, insbesondere Ängste, werden von den körperlichen Reaktionen, die durch das Adrenalin ausgelöst werden, begleitet. Angstkranke lassen sich dadurch sehr häufig verunsichern und glauben, die körperlichen Veränderungen nicht ertragen zu können bzw. befürchten, dass diese Hinweis auf eine schwere körperliche Erkrankung seien.
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