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DR. DORIS WOLF

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Ratgeber Platzangst (Agoraphobie)

Agoraphobie

Unter Agoraphobie, oft als Platzangst bezeichnet, fasst man Ängste, die darum kreisen, aus dem Haus zu gehen, Geschäfte zu betreten, unter Menschen und auf Plätzen zu sein, alleine mit der Bahn, dem Bus oder Fugzeug zu reisen.

Menschenmengen, öffentliche Plätze, alleine Reisen und Reisen mit weiter Entfernung von zuhause - das sind die Situationen, die Betroffene mit Gefahr in Verbindung bringen. Betroffene leiden meist unter ihrer Angst, erkennen, dass die Angst nicht angemessen ist, aber haben den Eindruck, sie nicht überwinden zu können.

Die Agoraphobie kann mit und ohne Panikstörung auftreten. Die Agoraphobie kann sich im Denken, Fühlen, in den körperlichen Reaktionen und im Verhalten äußern.

Menschen, die unter einer Platzangst leiden, unterschätzen ihre Fähigkeiten und überschätzen die Gefahr von bestimmten Situationen. Deshalb sind sie ständig auf der Suche nach Sicherheit und Kontrolle.

Häufig tritt die Agoraphobie nach Krisen, nach existentiell bedrohlichen Ereignissen wie einer Trennung, dem Verlust eines nahen Angehörigen oder Freundes, einer schweren Erkrankung von sich oder einem anderen, einer Ehekrise, Kündigung, finanziellen Notlage, Kränkung, usw. auf.

Behandlung der Platzangst (Agoraphobie)

Zwei unterschiedliche therapeutische Strategien werden in der Verhaltenstherapie zur Behandlung der Agoraphobie eingesetzt:

- Systematische Desensibilisierung
Bei der Systematischen Desensibilisierung wird zunächst zusammen mit dem Betroffenen eine Liste von den Situationen erstellt, die er vermeidet. Dann werden die Situationen nach Schwierigkeit geordnet. Der Betroffene entspannt sich mit Hilfe der Progressiven Muskelentspannung und stellt sich dann, beginnend mit der Situation, die er am wenigsten fürchtet, nach und nach jede Situation lebendig vor.

- Konfrontationstherapie
Der Betroffene konfrontiert sich in der realen Umwelt gezielt mit den Situationen, vor denen er Angst hat. Er beginnt mit der aus seiner Sicht bedrohlichsten Situation. Dies können die Fahrt mit der Bahn, mit dem Lift, eine Stadtrundfahrt, eine Autofahrt in eine fremde Stadt, eine Turmbesteigung, etc, sein. Durch das Konfrontationstraining lernt er, dass er seine körperlichen Reaktionen spüren und dennoch in der Situation bleiben kann, ohne dass ihm etwas passiert.

Allgemeine Informationen zur Angst und Panik Therapie.

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