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Angst vorm Händezittern

Wer von der Angst zu zittern betroffen ist, fürchtet sich davor, bei bestimmten Tätigkeiten in der Öffentlichkeit zu zittern, und sich deshalb zu blamieren. Er lehnt sich selbst wegen des Zitterns ab und hat Angst davor, dass andere ihn ablehnen.

Die Angst, zu zittern, ist eine Form der sozialen Angst. Kennzeichen der Angst ist, dass sie der Situation unangemessen ist und andauert.

Die Angst, zu zittern, äußert sich in unserem Denken, unseren Gefühlen, unserer Körperreaktionen und unserem Verhalten.

Situationen, in denen die Angst vor dem Händezittern auftritt

Die Angst, zu zittern, steht immer in Verbindung mit anderen Menschen. Sie tritt in der Öffentlichkeit dann auf,
- wenn wir im Mittelpunkt stehen und glauben, beobachtet zu werden
- wenn wir ein Glas halten und trinken
- wenn wir in Gesellschaft essen sollen
- wenn wir etwas schreiben oder unterschreiben
- wenn wir bezahlen oder Wechselgeld entgegennehmen
- wenn wir anderen etwas übergeben müssen
- wenn wir etwas aufschließen müssen.

Es sind jedoch nicht die Situationen, die problematisch sind, sondern unsere Bewertung. Wir denken, dass wir zittern, dass andere dies sehen und uns ablehnen. Wir verknüpfen das Zittern mit Gefahr.

Wann sollte die Angst, zu zittern, behandelt werden?

Wer unter der Angst, zu zittern, leidet, steht meist unter starkem Leidensdruck und sein Alltag ist erheblich eingeschränkt. Sein Hauptthema ist: "Werde ich in dieser oder jener Situation zittern? Werden es die anderen bemerken? Wenn ja, wäre das furchtbar."

Einladungen werden nicht mehr angenommen und ausgesprochen. Wenn die Sorge um das Zittern einen großen Teil der Aufmerksamkeit und Energie schluckt, man sich immer mehr isoliert oder sogar der ganze Lebenssinn in Frage gestellt ist, dann sollte man dringend Kontakt zu einem Psychotherapeuten aufnehmen.

Wie wird die Angst vor dem Händezittern behandelt?

Die Behandlung der Angst, zu zittern, besteht meist aus einer Kombination von Konfrontationstherapie und kognitiver Therapie. Zunächst einmal suchen wir zusammen mit dem Therapeuten nach den Ursachen der Angst, zu zittern. Wir finden heraus, wann sie zum ersten Mal aufgetreten ist, wodurch wir sie aufrechterhalten, welche Konsequenzen sie in unserem Leben hat.

Ein Schwerpunkt der Therapie liegt darauf, unseren negativen und unangemessenen Bewertungen bzgl. des Händezitterns zu korrigieren. Wir lernen, das Händezittern nicht mehr als Katastrophe und Blamage anzusehen, für das man sich schämen muss.

Je weniger bedrohlich wir ein mögliches Zittern erleben, umso weniger zittern wir auch, da die Angst vorm Zittern zu Nervosität und innerer Aufregung und damit zum Zittern führt.

Daneben erlernen wir Entspannungsverfahren und Atemtechniken, um die Angst abzuschwächen.

In einem zweiten Schritt müssen wir uns dann in die Situationen begeben, die wir aus Angst vor dem Zittern vermieden haben. Durch diese Konfrontation gewinnen wir wieder mehr Selbstvertrauen.

Meist geht es in einer Therapie auch darum, unser Selbstwertgefühl und unsere sozialen Kompetenzen zu stärken.

Weitere Informationen zur Angst vorm Händezittern

Angst vor Autoritäten abbauen
Soziale Angst überwinden
Angst vor Ablehnung
Entspannungsmethoden zur Reduzierung von Angst
Angst Forum, in dem Sie sich mit anderen über die Angst zu zittern austauschen können
Videoberatung zur Angst vorm Händezittern

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