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Unter dem Aufschieben - auch Prokrastination genannt - versteht man das Verhalten eines Menschen, der wichtige Tätigkeiten nicht erledigt, sondern auf die Zukunft verschiebt.
In unserem Innern besteht vor dem Aufschieben immer ein Interessenkonflikt. Zwei Stimmen melden sich zu Wort, wenn wir eine Tätigkeit aufschieben. Die eine Stimme sagt uns: Du musst das ... tun,
Die zweite Stimme hat Einwände gegen die Erledigung der Tätigkeit: "Ich möchte/kann das nicht tun,
Aufschieber hören auf die zweite Stimme. Prokrastinierer sind nie verlegen um Ausreden, warum sie etwas nicht tun können. Sie beschäftigen sich mit tausend anderen "wichtigen" und "dringlicheren" Dingen, um vor sich und anderen eine Entschuldigung zu haben, warum sie eine Aufgabe vor sich herschieben.
Wenn wir ab und zu etwas aufschieben, ist das meist nicht tragisch. Es gibt jedoch Menschen, die Tätigkeiten so lange aufschieben, bis der innere Druck so groß oder die noch zu Verfügung stehende Zeit für die Erledigung so eng ist, dass sie gar nicht anders können, als die Aufgabe zu erledigen.
Hinter dem Aufschieben können verschiedene psychische Probleme stecken: Geringe Frustrationstoleranz, Angst vor dem Versagen, Angst vor dem Erfolg, Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, Angst vor Ablehnung.
Die dahinter liegenden Probleme müssen bearbeitet und dann kann der innere Schweinehund überwunden werden.
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