Ein Delirium oder Delir ist ein Verwirrtheitszustand. Betroffene wissen nicht, wo sie gerade sind, welcher Zeitpunkt es ist und wer sie sind. Sie können ihre Aufmerksamkeit nicht gezielt auf ein Thema richten, können sich nicht an unmittelbar Erlebtes erinnern. Sie sind apathisch oder überaktiv, reden zu viel oder zu wenig, reagieren verlangsamt. Sie haben Alpträume und Schlafstörungen. Manchmal wird das Delir begleitet von Halluzinationen, Angst, Euphorie, Reizbarkeit oder Depressionen.
Ein Delir kann auftreten in Folge von Drogen- oder Medikamentenkonsum, Flüssigkeitsmangel, Hirntumoren, Infektionskrankheiten und besonders häufig durch Alkoholentzug bei Alkoholabhängigkeit.
Das Alkoholdelirium - auch Delirium tremens genannt - ist lebensbedrohlich. Es ist verknüpft mit starker Angst, Unruhe, Verwirrtheit, Zittern, Erhöhung von Puls, Blutdruck, Schwitzen, beschleunigter Atmung und Halluzinationen. Deshalb nie einen Entzug auf eigene Faust unternehmen. Ein Entzug sollte immer stationär in einem Krankenhaus erfolgen.
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