Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen unserer Zeit.
Depressionen beeinträchtigen die gesamte Person der Betroffenen. Sie äußern sich in den folgenden 4 Bereichen:
a) Gedanken:
endloses Grübeln
Konzentrationsschwierigkeiten
Wir sehen unsere Situation und unsere Zukunft als ausweglos.
Wir machen uns Selbstvorwürfe.
Wir denken geringschätzig von uns.
Wir tun uns schwer, Entscheidungen zu treffen.
b) Körper:
Appetitverlust oder Heißhunger
Schlafstörungen
Kopfschmerzen
Schmerzen in Nacken und Schultern
Unruhe, Kribbeln, Ziehen im Körper
Herzstechen und Rasen
Schwindel, Augenflimmern
Zittern, kalte Hände oder Hitzewallungen
Druckgefühl in der Brust
Kloßgefühl im Hals
Magendruck
Durchfall oder Verstopfung
das sexuelle Verlangen nimmt ab
c) Gefühlen:
Antriebslosigkeit
Hoffnungslosigkeit,
Verzweiflung
Angst
Einsamkeitsgefühle
Niedergeschlagenheit
Lustlosigkeit
Gereiztheit
Unfähigkeit, sich zu freuen
d) Verhalten:
Antriebsmangel
Rückzug von anderen
Weinen
Kleinste alltägliche Verrichtungen fallen schwer.
Hobbys werden vernachlässigt.
Wir machen Fehler, uns passieren Missgeschicke.
Wir trauen uns nichts mehr zu.
Für Depressionen gibt es unterschiedliche Ursachen. Es gibt genetisch bedingte Depressionen und Depressionen als Reaktion auf Lebensereignisse, die als negativ und bedrückend erlebt werden und mit denen die Betroffenen nicht umgehen können.
Der Anteil genetisch bedingter Depressionen ist gering, d.h. bei den meisten Depressionen handelt es sich um Reaktionen auf Lebensereignisse, die psychisch nicht angemessen verarbeitet werden. Das heißt, den Betroffenen fehlen psychologische Strategien für den Umgang mit Krisen und Problemen. Hinzukommt, dass sie ihre Unfähigkeit, mit ihren Problemen umzugehen, als ein persönliches Versagen ansehen. Ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen sinken immer mehr, sie zweifeln immer mehr an sich. Die Folge: ihre Depressionen werden stärker.
Wenn die Depression durch eine schlechte Bewältigung negativer Lebensereignisse wie Trennung, Arbeitslosigkeit oder Tod eines Angehörigen ausgelöst ist, können Betroffene mit Hilfe eines Psychotherapeuten wirksame Bewältigungsstrategien für den Umgang mit diesen Krisen lernen.
Die Kognitive Verhaltenstherapie hat sich sehr gut in der Behandlung von Depressionen bewährt.
Sehr positiven Einfluss auf Depressionen hat regelmäßige körperliche Bewegung (ganz wichtig) in Form von Walken oder Joggen. Johanniskraut in hoher(!) Dosierung hilft bei leichten und mittelschweren Depressionen.
Bei genetisch bedingten Depressionen kommt eine Kombination von Psychotherapie und Antidepressiva in Betracht.
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