Der Psychologe Martin Seligman hat den Begriff „erlernte Hilflosigkeit“ entwickelt.
„Erlernte Hilflosigkeit“ bedeutet, dass wir aufgrund von negativen, unangenehmen Erfahrungen (z.B. Verlust, Gewalt, Entlassung, Behinderung) die Einstellung entwickelt haben, ohne Kontrolle, also hilflos zu sein. Wir denken uns „Das hat eh alles keinen Sinn.“ „Da kann ich nichts machen. Ich bin zu schwach.“
Als Folge der vermeintlichen Hilflosigkeit resgignieren wir und unternehmen nichts, um unsere Situation zu verändern. Wir werden depressiv und apathisch.
Wenn wir in einem Zustand erlernter Hilflosigkeit sind, dann sehen wir uns selbst als Problem und unsere generelle Lebenssituation als nicht veränderbar. Obwohl wir vielleicht etwas ausrichten könnten, bleiben wir passiv, da wir glauben, hilflos zu sein.
Um aus dem Zustand der erlernten Hilflosigkeit herauszukommen, müssen wir unsere Einstellung und unser Verhalten verändern. Wir benötigen eine Einstellung wie etwa: „Ich prüfe, wie viel ich bewirken und welche Alternativen ich habe, die Situation nach meinen Vorstellungen zu gestalten oder zu verändern.“
Und wir müssen die gefundenen Lösungen in die Tat umsetzen nach dem Motto „Erst wenn bewiesen ist, dass ich nichts ändern kann, werde ich die Situation so hinnehmen.“
Kaum eine Situation ist ausweglos, solange wir sie nicht so sehen.
Wie heißt es doch: Ob man glaubt, etwas zu können, oder glaubt, etwas nicht zu können, man behält immer Recht. Des Rätsels Lösung: selbsterfüllende Prophezeiungen.
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