
Halluzination
Unter Halluzination verstehen wir, dass Betroffene etwas wahrnehmen, das nicht existiert. So hören sie z.B. Stimmen, wo niemand spricht, oder sehen eine Person oder ein Objekt, die oder das nicht vorhanden ist. Sie sind davon überzeugt, dass ihre Wahrnehmungen real sind. Die Halluzinationen lösen häufig Todesängste aus. Betroffene sind gefährdet, sich selbst oder anderen etwas anzutun.
Halluzinationen können auftreten,
- infolge von Gehirnerkrankungen (z.B. von Epilepsie, einem hirnorganischen Psychosyndrom oder Tumoren)
- als Begleiterscheinung eines Entzugs von Drogen oder Alkohol
- als Symptom einer schizophrenen Psychose oder Depression
- als Folge einer reizarmen Umgebung
- als Begleiterscheinung von hohem Fieber
- als Folge von Schlafentzug.
Die Halluzinationen können alle Sinne betreffen. So können wir z.B. unterscheiden zwischen
- akustischen Halluzinationen: Betroffene hören Stimmen, die ihnen z.B. etwas befehlen oder sie beschimpfen.
- optischen Halluzinationen: Betroffene sehen nicht vorhandene Objekte wie z.B. übergroße Spinnen oder Lichter.
- olfaktorischen Halluzinationen: Betroffene nehmen nicht vorhandene Gerüche wahr; sie sind z.B. überzeugt, dass Gifte durch die Klimaanlage eingeleitet werden.
- gustatorischen Halluzinationen: Betroffene haben z.B. die Überzeugung, dass das Essen vergiftet ist oder nach Kloake schmeckt.
- taktilen Halluzinationen: Betroffenen haben Hautempfindungen wie etwa Krabbeln oder Brennen.
- kinästhetische Halluzinationen: Betroffenen leiden unter Trugwahrnehmungen des Gleichgewichtssinns
- Leibhalluzinationen: Betroffene haben eigenartige Leibgefühle, fühlen sich z.B. wie vertrocknet oder eingeschnürt.
Halluzinationen müssen nicht immer Krankheitswert haben. Sie können auch harmlos sein und beispielsweise infolge exzessiver Meditation oder religiöser Riten auftreten.
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