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Vermutlich jeder 10. Erwachsene leidet unter einer Herbst-Winter-Depression. In der Psychologie spricht man von der Saisonalen abhängigen Depression, kurz SAD genannt. Besonders Frauen sind davon betroffen (ca. 86 Prozent). Bei sehr lichtabhängigen Menschen reichen bereits drei Tage nebliges Schmuddelwetter aus, um ein SAD hervorzurufen.
Die Winterdepression äußert sich folgendermaßen:
Die Winterdepression verschwindet im Frühjahr von selbst wieder. Während die meisten Depressiven unter Schlaflosigkeit und Appetitmangel leiden, schlafen Wintermüde wie die Murmeltiere und entwickeln Heißhunger auf Kohlehydrate.
Kostenlos und garantiert wirkungsvoll, um Winterdepressionen vorzubeugen bzw. sie zu überwinden, sind Aktivitäten im Freien. Gehen Sie also täglich an die frische Luft, mindestens eine halbe Stunde lang. Auch wenn der Himmel bewölkt ist, bekommen Sie genügend Lux ab.
In schweren Fällen wird eine Lichttherapie, auch Phototherapie genannt, eingesetzt. Sie basiert darauf, dass man sich möglichst frühmorgens für mindestens eine Stunde unter eine Speziallampe mit einer Intensität von 2500 Lux setzt. Dabei kann man lesen oder telefonieren. Häufig genügt bereits eine Woche Behandlung, um für den ganzen Winter gegen depressive Verstimmungen gefeit zu sein. Die Speziallampen werden für die Behandlung meist nach Hause mitgegeben.
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