Psychologie Lexikon & Nachschlagewerk

Autor des Beitrags:
Rolf Merkle DR. ROLF MERKLE Psychotherapeut

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Impotenz - Erektionsprobleme

Unter Impotenz versteht man eine männliche Erektionsstörung. Heute bezeichnet man die Impotenz auch als erektile Dysfunktion. Die weibliche Störung heißt Frigidität.

In Deutschland leiden zwischen 3 - 4 Millionen Männer unter Impotenz bzw. Erektionsproblemen.

Impotenz äußert sich in Schwierigkeiten, eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr notwendige Erektion zu erlangen und/oder aufrecht zu erhalten.

Ursachen von Erektionsproblemen

Sowohl körperliche als auch psychische Ursachen können zu Erektionsproblemen führen - wobei die psychischen Probleme als Ursachen überwiegen.

Zu den körperlichen Ursachen gehören Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung, Diabetes, Schädigung oder Verkalkung von Blutgefäßen, Nervenschädigungen oder eine Rückenmarksschädigung. Auch Medikamente wie Antidepressiva oder Betablocker können eine Erektionsstörung verursachen. Nur selten ist ein Hormonmangel oder Mangel an Testosteron für die Erektionsprobleme verantwortlich!

Zu den psychischen Ursachen von Erektionsstörungen gehören z.B. Stress im Beruf oder Privatleben, Konflikte mit dem Partner, Depressionen, sowie starker Leistungsdruck (beruflich und privat funktionieren zu müssen). Bei chronischer Überforderung und Stress kommt es zu einem Serotoninmangel. Ein Symptom dieses Serotonimmangels ist die sexuelle Impotenz.

Hat ein Betroffener das erste Mal keinen Ständer bekommen, dann verstärken sich die Erektionsstörungen durch die hinzukommende Versagensangst. Versagensängste beim Sex, die Angst, seinen Mann nicht zu stehen, ist der häufigste Sex- und Lustkiller, der für chronische Erektionsstörungen und Impotenz verantwortlich ist.

Das Selbstwertgefühl der Männer mit einer Erektionsstörung ist stark angeschlagen. Sie schämen sich für ihre sexuellen Probleme und fühlen sich als Versager. In der Regel leidet die Partnerschaft unter den Erektionsproblemen, da Männer sich schwertun, über ihre Impotenz zu sprechen oder sich helfen zu lassen. Zu groß ist die Scham, sich zu outen und dem Partner oder Arzt einzugestehen, dass man keinen mehr hochkriegt.

Therapie von Erektionsstörungen

Nach einer Diagnostik beim Urologen kommen - abhängig von den Ursachen - Psychotherapie, Medikamente, die Schwellkörper-Injektionstherapie (SKAT), die Transurethale Applikation (Muse) oder die Vakuumpumpe zum Einsatz.

Das wichtigste Ziel in einer Psychotherapie ist zunächst die Behandlung der Angst vor dem erneuten Versagen. Je mehr Druck Männer sich nämlich im Vorfeld machen, je mehr sie befürchten, wieder zu versagen, umso wahrscheinlicher ist es, dass genau das eintritt. Ziel ist: das Versagen im Bett nicht (mehr) als Katastrophe anzusehen, die einen als Mann total in Frage stellt und lächerlich macht.

Außerdem müssen Betroffene lernen, sich und ihr Selbstwertgefühl nicht über die Leistungsfähigkeit ihres Penis zu definieren. D.h. sie müssen lernen, ein Versagen nicht als Verlust ihrer Männlichkeit anzusehen. Und die Betroffenen müssen lernen, dass Sex nichts mit Leistung und guten oder schlechten Noten zu tun hat.

Und schließlich ist es hilfreich, wenn Männer lernen, dass ihr Penis nicht der einzige Lustspender ist. Um eine Frau zu befriedigen, genügen Zärtlichkeit, Hände und Mund.

Bei Erektionsproblemen ist folgender Sachverhalt sehr wichtig: Im erschlafften Zustand sind die Muskeln des Penis angespannt. Ist ein Mann sexuell erregt, dann werden die Muskeln seines Penis entspannt und Blut kann in den Penis und in die Schwellkörper des Penis fließen. Dadurch kommt es zur Errektion. D.h., alles was die Durchblutung des Penis fördert, mindert das Risiko von Erektionsstörungen und Impotenz. Hier setzen Potenzmittel wie Viagra an.

Setzt sich ein Mann unter Erfolgsdruck, verlangt er von sich, funktionieren zu müssen und hat er Angst, zu versagen, dann führt das zu einer seelischen und körperlichen Verkrampfung.

Dadurch kann kein Blut in die Schwellkörper des Penis fließen und es kann nicht zur Erektion kommen. Das bedeutet: je verkrampfter und ängstlicher ein Mann an den Sex herangeht, umso wahrscheinlicher treten Erektionsstörungen auf.

Erektionsprobleme sind in vielen Fällen Kopfprobleme!

Des Mannes bestes Stück reagiert sehr sensibel auf psychische Belastungen und Stress.

Selbsthilfe bei Impotenz
Sport kann eine sehr gute Alternative zu Viagra und Cialis sein. Laut einer amerikanischen Untersuchung haben Männer, die keinen Sport treiben, doppelt so häufig Potenzprobleme wie Männer, die regelmäßig Sport treiben. Schwimmen, laufen, fahrradfahren, walking - und die Manneskraft wird gestärkt.

Weitere Informationen zum Thema Impotenz - Erektionsstörungen

Impotenz Selbsthilfe

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