Krisen sind Einschnitte in unserem Leben. Sie treten auf in Gestalt einer Trennung, eines Todesfalls, einer Entlassung, einer schweren Erkrankung, usw. Wir werden aus unserem gewohnten Trott geworfen.
Immer geraten wir unfreiwillig in eine Krise. Wir geraten in ein Gefühlschaos aus Verzweiflung, Angst, Wut, Selbstmitleid, Schuldgefühlen, Depressionen, Hoffnungslosigkeit. Es gibt Zeiten, in denen wir den Eindruck haben, die Krise nicht durchstehen zu können.
Haben wir eine Krise bewältigt, gelingt es uns vielleicht manchmal, im Rückblick etwas Positives an dieser Krise zu sehen. Vielleicht sind wir stärker und selbstbewusster geworden. Vielleicht wissen wir jetzt besser, was wichtig und unwichtig ist im Leben. Vielleicht haben wir ein neues Lebensziel gefunden.
In der Krise selbst betrachten wir die Krise als Bestrafung, aus den Abstand betrachtet sind Krisen oftmals Chancen, dazu zu lernen und neue Problemlösefähigkeiten zu entwickeln.
Das chinesische Schriftzeichen für Krise besteht aus zwei Teilen: der eine Teil symbolisiert Gefahr oder Risiko, der andere Chance. D.h. eine Krise ist eine gefährliche Chance. Wenn wir die Chancen von Krisen erkennen und nutzen, dann können wir uns weiterentwickeln und wachsen.
Eine Krise kann ein produktiver Zustand sein.
Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.
- Max Frisch -
Es wird in unseren Leben immer wieder Hürden geben. Um uns Mut zu machen, können wir uns daran erinnern, wie wir vergangene Hürden genommen haben und was uns dabei geholfen hat.
Ganz wichtig bei der Bewältigung von Krisen ist, dass wir die Hoffnung haben, diese Krise meistern zu können. Wenn wir uns aufgeben, wenn wir uns suggerieren, zu schwach zu sein, dann haben wir verloren.
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