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Minderwertigkeitsgefühle

Minderwertigkeitsgefühle sind neben Angstgefühlen die häufigsten Gefühle der Menschen. Andererseits sind Minderwertigkeitsgefühle im eigentlichen Sinne keine Gefühle. Es handelt sich vielmehr um eine negative Einstellung zu uns selbst.

Wir fühlen uns minderwertig,
wenn wir denken,
dass wir als Person und Mensch minderwertig sind
.

Ein Klient berichtet: Oft ist es so, dass ich selbst an mir zweifle. Bin ich überhaupt annehmbar? Bin ich in Ordnung? Verdiene ich Wertschätzung? Bin ich nicht voller Makel? Gibt es nicht jede Menge Dinge an mir, die zu Ablehnung führen? Und dann die Angst, jetzt könnte mir jemand nachweisen, dass ich tatsächlich minderwertig bin. Und damit kommt Unsicherheit auf.

Die Folgen der Geringschätzung unserer eigenen Person sind u.a. mangelndes Selbstvertrauen, Unsicherheiten, ein geringes Selbstwertgefühl, Depressionen, Kontaktangst, Angst vor Ablehnung, häufiges Gekränktsein, Einsamkeit und Angst vor dem Erröten (Erythrophobie).

Anzeichen für Selbstablehnung

Woran Sie eine Selbstablehnung und Minderwertigkeitsgefühle bei sich oder anderen erkennen:

Wer sich minderwertig fühlt, hat bei sich selbst ganz bestimmte Eigenschaften oder Merkmale ausgemacht, die er als minderwertig ansieht. Dies können äußere Merkmale wie eine Glatze, Erröten oder eine krumme Nase sein. Es können aber auch fehlende Fähigkeiten, eine fehlende Bildung, Impotenz, etc. sein.

Die Minderwertigkeit existiert nur in den Augen des Betroffenen, denn in Wirklichkeit gibt es keine minderwertigen oder wertvollen Menschen, es gibt nur Menschen mit Stärken und Schwächen.

Selbst wenn andere auf ein Merkmal von uns, das wir als minderwertig ansehen, mit Kritik, Lästern oder Lächerlich-Machen reagieren, ist dies kein Beweis, dass wir minderwertig sind. Unser Selbstwert ändert sich nicht, gleichgültig, was andere sagen oder tun. Und unser Selbstwert ändert sich nicht, gleichgültig was wir sagen oder tun.

Unsere Minderwertigkeitsgefühle verschwinden, wenn wir aufhören, uns für minderwertig zu halten und uns stattdessen annehmen und akzeptieren.

In welchen Momenten fühlst du dich abgelehnt? Was hindert dich daran, sanfter und toleranter mit dir umzugehen? Schau in den Spiegel. Schenke dir ein Lächeln und lerne, dir selbst ein guter Freund zu sein. Sei nicht dein eigener, schlimmster Gegner. Mach Schluss mit deiner Selbstablehnung. Du hast Besseres verdient.

8 Tipps zum Umgang mit Minderwertigkeitsgefühlen

1. Unterbrechen Sie Ihre Gedanken, wann immer Sie sich beim Vergleichen mit anderen Menschen ertappen.
2. Erinnern Sie sich täglich an Situationen, in denen Sie erfolgreich waren.
3. Geben Sie Ihr Streben nach Perfektion auf, tun Sie Ihr Bestes.
4. Legen Sie ein Heft an, in das Sie Komplimente eintragen, die Sie erhalten.
5. Rufen Sie sich abends vor dem Einschlafen noch einmal in Erinnerung, was Sie am Tage geleistet haben.
6. Ändern Sie Ihre Einstellung sich selbst. Sagen Sie sich: Ich bin liebenswert wie jeder Mensch.
7. Nehmen Sie sich täglich ein wenig Zeit, um sich etwas Gutes zu tun.
8. Verzeihen Sie sich, wenn Ihnen mal ein Fehler unterläuft.

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