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Rache ist eine Handlung, mit der wir Vergeltung üben möchten an einem anderen, von dem wir uns betrogen oder verletzt fühlen. Wir fühlen uns in irgendeiner Form angegriffen und bedroht. Hinter der Rache stehen Motive wie etwa Eifersuchtsgefühle und Kränkung.
Häufige Anlässe für Rache sind: Fremdgehen, Vertrauensmissbrauch, Sexuelle Lieblosigkeit, Gewalttätigkeiten, Desinteresse, Entwertung der eigenen Person, Entlassung. Um unsere Achtung uns selbst gegenüber zu wahren und die "Gerechtigkeit" wiederherzustellen, planen wir einen Racheakt. Oftmals übersehen wir jedoch dabei, dass wir uns damit auch selbst schaden.
Das Prinzip, Auge um Auge, Zahn um Zahn, hinterlässt auf beiden Seiten nur Blinde und Zahnlose. M.L. King
Hinter der Rache verbergen sich Wut und Hass. Es gibt die Rache, die wir nur in der Phantasie ausüben und die tatsächlich durchgeführte Rache. Wenn wir uns rächen, besteht die Gefahr, dass der andere sich im Gegenzug auch an uns rächt und wir so einen Teufelskreis geraten.
Hass ist die Rache des Feiglings dafür,
daß er eingeschüchtert ist.
G. B. Shaw
Racheakte bedrohen gewöhnlich den anderen und es besteht die Gefahr, dass er ebenfalls mit Rache reagiert. Manchmal versteht er nicht einmal, weshalb wir uns so verhalten.
Rache ist süß,
- wenn wir uns in der Phantasie genüsslich etwas ausmalen, was dem anderen schadet
- wenn der andere emotional getroffen wird, aber es für ihn eine Lösung gibt
- wenn sie nur vorübergehend ist.
Rache ist gefährlich,
- wenn sie sich gegen uns selbst richtet (Depressionen, Selbstmord)
- wenn sie den anderen körperlich oder finanziell schädigt
- wenn sie über längere Zeit bestehen bleibt und psychosomatische Beschwerden in uns erzeugt
- wenn sie den anderen in Lebensgefahr bringt
- wenn sie sich gegen unsere eigentlichen Interessen richtet
- wenn wir uns für etwas rächen, wo wir im Grunde überreagieren, also keine tatsächliche Bedrohung besteht.
Auf jeden Fall gibt es bessere Wege. Z.B.
- direkt um Klärung bitten und seine Enttäuschung äußern
- eine Brief schreiben
- Selbstwertgefühl stärken
- in körperliche Bewegung gehen und Wut abreagieren
- einen leeren Stuhl vor sich aufstellen, vorstellen, dass der andere gegenüber sitzt, und ihm die Meinung sagen
- sich ausmalen, wie man sich an ihm rächt
- frühzeitig über seelische Verletzungen sprechen
Kränkung Test - wie stark fühlen Sie sich gekränkt oder verletzt?
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