Schamgefühle entstehen, wenn wir etwas tun oder tun wollen und dies als peinlich und anstößig empfinden. Wir befürchten, deshalb abgelehnt oder verurteilt zu werden. Was wir als peinlich bewerten, hängt von unserer ganz persönlichen Sichtweise ab.
Besonders in Bezug auf das sexuelle Verhalten haben viele Menschen Schamgefühle. So schämen sich z.B. manche, wenn sie bei der Selbstbefriedigung ertappt werden. Schamgefühle können auch verhindern, dass wir uns in Gegenwart des Partners selbst befriedigen oder bei offener Klotür urinieren. Manche Menschen schämen sich auch ihrem Partner gegenüber für ihr Aussehen und haben deshalb Probleme, sich nackt zu zeigen oder haben Angst, Nähe zuzulassen.
In einer Beziehung oder Partnerschaft akzeptieren beide Partner die Grenzen und Schamgefühle des anderen. Sie machen sich nicht lustig über ihn und fordern auch nicht, dass er sich ändern muss. Manchmal ist ein Partner dem anderen zuliebe auch bereit, die eigene Schamgrenze zu überspringen - aus Liebe und nicht infolge von Druck.
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