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Ein Schuldgefühl entsteht, wenn wir unser Verhalten als falsch bewerten und uns dafür als Mensch verurteilen. Ein Schuldgefühl ist also im Grunde kein Gefühl, sondern eine Bewertung und Schlussfolgerung, die uns schlecht fühlen lässt.
Demnach kann ein Schuldgefühl überwunden werden, wenn Bewertung und Schlussfolgerung überprüft und korrigiert werden.
Ein Schuldgefühl ist nicht hilfreich, denn es macht unser Verhalten nicht ungeschehen, führt nicht unbedingt zu einer Wiedergutmachung und auch nicht zur Vermeidung zukünftigen Fehlverhaltens. Übernahme der Verantwortung und Reue genügen.
Außerdem sind wir anfällig für Manipulationen durch andere, wenn wir uns Schuldgefühle machen. Schuldgefühle machen uns gefügig. Deshalb wollen andere uns manchmal auch Schuldgefühle machen, um ihren Willen durchzusetzen. Gerade in der Partnerschaft und in der Erziehung werden Schuldgefühle gerne und häufig als Druckmittel und zur Erpressung eingesetzt.
1. Ihre Schuldgefühle entstehen, wenn Sie glauben, etwas falsch gemacht zu haben und sich dafür verurteilen zu müssen.
2. Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihr Verhalten, das genügt. Mit Schuldgefühlen brauchen Sie sich nicht zu bestrafen.
3. Bedauern Sie Ihr Verhalten und entschuldigen Sie sich.
4. Überlegen Sie, wie Sie Ihren Fehler wiedergutmachen können.
5. Sorgen Sie dafür, dass Sie den Fehler nicht nochmals machen.
6. Verzeihen Sie sich Ihren Fehler.
7. Erinnern Sie daran, was Ihnen bisher gelungen ist in Ihrem Leben.
8. Wenn Sie sich nicht verzeihen können, dann wählen Sie ein Verhalten, das Sie zur Sühne tun wollen.
Schuldgefühle - Informationen zur Bewältigung von Schuldgefühlen
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