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In Sehnsucht sind die beiden Begriffe „Sehnen“ und „Sucht“ enthalten. Wenn wir Sehnsucht verspüren, dann haben wir ein tiefes Verlangen nach einer bestimmten Person oder Situation, die wir vermissen. Dieses Sehnen kann zur Sucht werden, wenn wir nur noch von dem Ersehnten träumen und der Gedanke an das Ersehnte von uns so sehr Besitz ergreift, dass wir an allem anderen das Interesse verlieren.
Häufig tritt die Sehnsucht auf, wenn wir eine Person lieben und von ihr räumlich getrennt sind. Diese Sehnsucht kann so stark sein, dass wir uns förmlich vor Sehnsucht verzehren, d.h. wir leiden entsetzlich und fühlen uns nur noch elend. Wir können an nichts anderes mehr denken, als an die Person, die wir vermissen. Die Sehnsucht macht sich dann auch körperlich bemerkbar. Wir haben vielleicht keinen Hunger mehr, nehmen ab, schlafen schlecht, können uns schlecht konzentrieren.
Die Sehnsucht kann ein starker Motor sein. Wenn wir etwas sehr stark begehren, dann suchen wir nach Mitteln und Wegen, das Begehrte zu erreichen. Sehnsucht kann eine Art Leidendruck in uns erzeugen, der uns aktiv werden lässt und zusätzliche Energien in uns freisetzt.
Zum Problem wird die Sehnsucht dann, wenn wir das Vermisste nicht erreichen können, uns bedauern oder bemitleiden oder gar einreden, unser Leben sei nicht lebenswert, wenn unsere Sehnsucht nicht gestillt wird. In diesen Fällen können wir sogar eine Todessehnsucht entwickeln. Wir hoffen, dass unser irdisches Leiden ein Ende haben möge und sehnen uns nach Erlösung von unserem Leiden.
In einem solchen Fall ist es wichtig, dass wir unsere sehnsuchtsvollen Gedanken und Phantasien unterbrechen und uns neue Ziele und Lebensinhalte suchen, wenn wir nicht an unserer Sehnsucht zerbrechen wollen.
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