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Einfühlsame Trauerhilfe der Psychologin Dr. Doris Wolf
Trost bezeichnet Unterstützung, die wir einem Menschen in seelischer Not zukommen lassen. Der andere trauert um den Verlust eines Menschen oder steckt in einer Krise. Wir schenken ihm unsere Aufmerksamkeit, hören ihm zu und/oder drücken unser Mitgefühl durch Mimik, Gestik und Körpersprache aus.
Um einen anderen Menschen trösten zu können, benötigen wir die Bereitschaft, auf ihn einzugehen und mitzufühlen. Gleichzeitig dürfen wir von seinem Leid nicht überwältigt sein, denn sonst sind wir in einer ähnlich hilflosen Situation wie er.
Einen anderen Menschen zu trösten, ist gar nicht so einfach. Wir benötigen hierzu:
Selbst wenn diese Punkte erfüllt sein, ist es nicht sicher, wie der andere Mensch darauf reagieren wird. Erst einmal benötigt der andere Mensch die Anerkennung seines Leids, bevor er sich möglicherweise trösten lässt.
Manchmal genügt zunächst einmal nur unsere Gegenwart, damit der andere sich unterstützt fühlt. Dann finden wir vielleicht auch nicht die richtigen Worte oder reden zu viel, wo er Unterstützung durch Taten bräuchte. Manchmal erwarten wir auch zu viel von uns.
Wir können anderen das Leid nicht abnehmen. Auch seinen Schmerz auszuhalten, kann schon eine Unterstützung sein. Wenn wir ganz unsicher sind, können wir dem Betroffenen gegenüber auch direkt ausdrücken, dass wir uns hilflos fühlen.
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