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Unter Urvertrauen verstehen wir einerseits eine innere emotionale Sicherheit, die ein Kind in den ersten Lebensmonaten entwickelt. Es entwickelt das positive Grundgefühl, dass es anderen Menschen vertrauen kann und diese ihm wohlgesonnen und auch verlässlich sind.
Andererseits wird mit Urvertrauen auch das Vertrauen in die eigene Person verknüpft.
Das Urvertrauen ist notwendig, damit das Kind später eine Bindung zu anderen Menschen eingehen, Nähe zulassen und sich geborgen fühlen kann. Ist das Urvertrauen gering, dann haben Betroffene oft viele Ängste, etwa Angst vor Bindungen, Angst vor neuen und unbekannten Situationen und Erfahrungen, Angst, zu vertrauen, Angst vor Kritik, Angst vor der Zukunft, Angst, Entscheidungen zu treffen, eine generelle Angst vorm Leben oder Angst vor Veränderungen. Fehlt das Urvertrauen, dann ist auch das Selbstvertrauen in Mitleidenschaft gezogen.
Urvertrauen kann sich entwickeln, wenn die Eltern sich kontinuierlich liebevoll um das Kind kümmern und es in seiner Entwicklung unterstützen.
Umgekehrt kann sich das Urvertrauen nur schlecht entwickeln, wenn die Eltern oder nahe Bezugspersonen das Kind gefühlsmäßig ablehnen, vernachlässigen, misshandeln oder sich die Eltern früh trennen.
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