Eine Verbitterung ist meist die Folge einer großen persönlichen Kränkung. Man fühlt sich von seinen Mitmenschen sehr ungerecht behandelt und missverstanden, ist zutiefst verletzt und fühlt sich gleichzeitig hilflos, dagegen etwas zu unternehmen.
Auf die Enttäuschung und Hilflosigkeit reagieren Betroffene mit ohnmächtiger Wut, Rachegefühlen, Groll, Feindseligkeit, Aggressionen, Depressionen und Weinkrämpfen. Die Folge sind oft Schlafstörungen, Magen-Darm- und Konzentrationsprobleme, Essstörungen. Ihre Gedanken kreisen ständig um das kränkende Ereignis oder die Person.
Wenn Betroffene nicht in der Lage sind, die Kränkung zu verarbeiten, kann es zu einer chronischen Verbitterungsstörung kommen, die als Posttraumatische Verbitterungsstörung (PTED) bezeichnet wird.
Aus psychologischer Sicht ist eine Verbitterung die Folge eines verletzten Selbstwertgefühls und eines damit verbundenen geringen Selbstvertrauens.
In dem Maße, in dem Betroffene lernen, ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen zu stärken, erleben sie Angriffe anderer nicht mehr als persönliche Kränkung und ihre Hilflosigkeit nimmt ab.
Um eine Verbitterung loslassen und überwinden zu können, müssen Betroffene auch bereit sein, den Menschen, die sie in ihren Augen verletzt haben, zu verzeihen.
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