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Ratgeber um den inneren Kritiker zu zähmen, sein Selbstwertgefühl und sein Selbstvertrauen zu stärken - von Dr. Rolf Merkle
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Eine Stimme in uns begleitet uns auf Schritt und Tritt. Diese innere Stimme beurteilt alles, was wir tun - und das in einer sehr negativen Weise.
Diese nörgelnde Stimme nenne ich den inneren Kritiker. Der innere Kritiker ist nie mit uns zufrieden. Immer hat er etwas auszusetzen, zu kritisieren, zu bemängeln. Er legt immer seine Finger in offene Wunden und sorgt dafür, dass wir uns minderwertig und unzulänglich fühlen. Wir können es dem inneren Kritiker nie Recht machen.
Das Schlimme am inneren Kritiker ist: er ist so überzeugend, dass wir ihm jedes Wort glauben. Wir haben das Gefühl, er habe absolut Recht mit seiner vernichtenden Kritik.
Der innere Kritiker entstand in den ersten Lebensjahren. Er ist die Verinnerlichung der Kritik, der Gebote und Verbote unserer Eltern und Erzieher. In unserer Kindheit erfüllte der innere Kritiker eine sinnvolle Aufgabe: er bewahrte uns vor Strafe und Ablehnung. Heute jedoch ist er nicht nur überflüssig, er ist auch in höchstem Maße schädlich für uns. Wie unserer Kritiker entstand.
Der innere Kritiker ist für die meisten psychischen Probleme verantwortlich: Ängste, Depressionen, Zwänge, Minderwertigkeitsgefühle, Partnerschaftsprobleme, Perfektionismus, mangelndes Selbstvertrauen, mangelndes Selbstbewusstsein, usw. Diese Liste ist unendlich. Die Auswirkungen des inneren Kritikers auf unser Leben.
Deshalb ist es wichtig, den inneren Kritiker zu zähmen und zu überwinden.
1. Zunächst ist es wichtig, sich klarzumachen, dass der innere Kritiker eine Art Implantat ist, d.h. etwas Künstliches, das sich in der Kindheit bei uns eingenistet hat. D.h. der innere Kritiker ist zwar ein Teil von uns, er entspricht aber nicht unserem wahren Wesen und unserer wahren Persönlichkeit.
2. Deshalb macht es auch keinen Sinn, seinen Worten zu glauben, auch wenn diese sehr überzeugend klingen.
3. Ganz wichtig, wenn wir den inneren Kritiker zähmen wollen: ihn nicht mit aller Gewalt bekämpfen. Je mehr wir ihn bekämpfen, umso lauter meldet er sich zu Wort.
4. Behandeln Sie Ihren inneren Kritiker wie einen ungebetenen Gast. Weisen Sie ihm bestimmt und freundlich die Tür, indem Sie sich und ihm klarmachen: Ich bin erwachsen und entscheide selbst, wie ich über mich, mein Verhalten und mein Handeln denke. Ich habe Fehler und ich mache Fehler. Trotzdem gibt es keinen Grund, mich klein zu machen und mich deshalb zu verurteilen. Ich akzeptiere mich so, wie ich bin. Ich bin in Ordnung, so wie ich bin. Mehr dazu >>> Den inneren Kritiker zähmen.
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