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Pessimismus ist eine Geisteshaltung

Wer zu Pessimismus neigt, der rechnet stets mit einem schlechten Ausgang einer Sache.

Er sieht immer nur das Negative einer Sache oder befürchtet das Schlimmste.

Pessimisten rechtfertigen ihre negative Sicht damit: "Wenn das Schlimme eintritt, dann bin ich wenigstens vorbereitet und nicht überrascht."

Und gemäß dem Gesetz der selbsterfüllenden Prophezeiung tritt dann sehr oft ein, was der Pessimist befürchtet hat.

Er fühlt sich bestätigt und hält deshalb an seinem Pessimismus fest.

Sollte wider Erwarten eine Sache gut ausgehen, dann erklären sich die Pessimisten dies mit Glück und Zufall, nach dem Motto: keine Regel ohne Ausnahme.

Pessimisten verderben sich mit ihrer pessimistischen Sicht die Gegenwart und sie verspüren Misstrauen, Ängste, Depressionen, Selbstunsicherheit, Minderwertigkeitsgefühle.

Umso mehr wundert es, dass Pessimisten heutzutage bereitwillig mehr Gehör geschenkt wird als Optimisten.

Während früher die Überbringer schlechter Nachrichten in den Kerker geworfen oder geköpft wurden, breitet man ihnen heute den roten Teppich aus und argwöhnt, Optimisten seien nicht ganz zurechnungsfähig. Pessimismus ist in.

Wenn Sie sich nicht dem Klub der Pessimisten anschließen oder aus diesem Klub austreten wollen, dann können Sie das tun.

Pessimismus ist nämlich eine Geisteshaltung, die man sich angeeignet hat. Und Geisteshaltungen kann man ändern.

Die Engländerin Helen Tew hat im Jahre 2000 mit 89 Jahren in einem Segelboot den Atlantik überquert. 11 Monate war sie unterwegs.

Sie erfüllte sich diesen Traum, nachdem sie 70 Jahre davon geträumt hatte!

In einem Interview sagte sie: Höre nicht auf die Pessimisten. Es gibt immer jemanden, der dir erzählen will, dass du etwas nicht tun kannst, weil es zu schwierig oder zu gefährlich sei, weil du zu jung oder zu alt seist. Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt für etwas. Tu es einfach. Es ist nie zu spät, die Dinge zu tun, die du schon immer tun wolltest.

Woher kommt die pessimistische Sicht?

Niemand kommt als Pessimist auf die Welt. Eine pessimistische Sicht ist ebenso erworben und gelernt wie eine optimistische Sicht.

Ob wir einmal ein Optimist oder ein Pessimist sein werden, das entscheidet sich in unserer Kindheit.

Hatten wir Eltern, die selbst Pessimisten waren, die uns (deshalb?) nichts zutrauten und überall Gefahren sahen, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass wir uns von ihrem Pessimismus haben anstecken lassen.

Wenn man gelernt hat, eher Schwarz zu sehen, dann kann man lernen, diese Angewohnheit zu überwinden.

Was tun, wenn man immer nur das Negative sieht?

1. Fragen Sie sich, wann immer Sie denken: "Das schaffe (kann) ich nicht", "Das kann (wird) nicht gutgehen": "Woher weiß ich das?" "Wer sagt das, außer meinem inneren Skeptiker?"

2. Suchen Sie nach Argumenten, warum Sie etwas doch schaffen können, warum die Sache doch gutgehen könnte und halten Ihrem inneren Skeptiker diese Argumente unter die Nase.

3. Handeln Sie! Nehmen Sie die Sache in Angriff - auch wenn Sie noch nicht restlos vom Erfolg überzeugt sind. Stärken Sie sich den Rücken, indem Sie sich sagen: "Ich probiers. Ich habe schon ganz andere Sachen geschafft. Das schaffe ich auch irgendwie."

4. Wenn es sich fremd und falsch anfühlt, entgegen Ihrer pessimistischen Sicht zu denken und zu handeln, machen Sie sich klar, dass dieses Fremdeln kein Beweis für die Falschheit Ihres zuversichtlichen Denkens und Handelns ist.

Dieses Fremdeln ist nur der Beweis, dass Sie entgegen einer jahrealten Gewohnheit handeln.

Dieses Gefühl, dass falsch ist, was Sie tun, verschwindet, sobald Sie die Gewohnheit, pessimistisch zu denken, abgelegt und durch eine optimistische Sicht ersetzt haben.

Ein Pessimist ist ein Mensch, der sich über schlechte Erfahrungen freut, weil sie ihm recht geben. H. Rühmann

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