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Stalking heißt übersetzt "nachstellen". Das Stalking-Opfer wird von einer Person gegen seinen Willen belästigt, bedroht und verfolgt.
Als Täter oder Stalker kommt eine Person in Frage, die das Opfer kennt, z.B. der Expartner, ein verschmähter Liebhaber, ein unzufriedener Kunde, oder aber eine unbekannte Person wie z.B. im Fall von manchen Prominenten.
Typische Stalking Verhaltensmuster sind die Verfolgung des Opfers, Telefonterror, Bombardierung mit Emails, SMS oder Briefen, Bespitzelung, Eindringen in die Wohnung, Zerstören von Eigentum, Zusenden unerwünschter Geschenke und Waren.
Motive, die den Stalker zu seinem Handeln veranlassen, können sein: Kränkung, Rache, Beziehungssuche, Sadismus. Die Hälfte aller Stalker sind Ex-Partner, die sich entweder für die Trennung rächen wollen oder den Partner zurückgewinnen wollen.
Stalking hat meist eine enorme negative Auswirkung auf das körperliche und seelische Wohlbefinden. Stalking-Opfer leiden unter Schreckhaftigkeit, Ängsten, Schlafstörungen, Depressionen, Schmerzen. Sie sind gefährdet, sich zurückzuziehen und Kontakte abzubrechen. Für Opfer ist es wichtig, nicht in die Isolation zu gehen, sondern sich einem Freund oder Anwalt anzuvertrauen.
Anti-Stalking Gesetz: Dieses in 2006 verabschiedete Gesetz bietet Stalking-Opfern nun einen Rechtsschutz. Stalker müssen mit bis zu drei Jahren Haft - in schwerwiegenden Fällen auch mehr - rechnen. Auch eröffnet das Gesetz die Möglichkeit, besonders gefährliche Täter vorbeugend in eine sogenannte Deeskalationshaft zu nehmen, um vorhersehbaren Straftaten gegen Leib und Leben vorzubeugen.
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